Die neuen Instagram Webprofile

Gestern hat Instagram in ihrem Blog die neuen Webprofile Vorgestellt. Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Usability. Denn die Konkurenten (EyeemStreamzoo …) hatten Webprofile schon von Anfang an gehabt. Im Großen und Ganzen sind alle begeistert über die Neuerung, und auch ich finde es nicht schlecht, dass nun endlich mal an den großen Bildschirm gedacht wurde. 

mein Profil instagram.com/theinfredible

Die wichtigste Frage die mit sofort in den Kopf schoss beantwortet Instagram selbst in ihrem Post, ganz zum Schluss:

Can I upload photos from the web?

Instagram is focused on the production of photos from mobile devices so users are not currently able to upload from the web. We’re excited about how Web Profiles will make it easier to browse and share content on the web for all our users.

Also wird es auch weiterhin keine Upload-funktion für den PC geben, was die Konkurenz bietet will Instagram garnicht. Schliesslich will man ja die Downloadzahlen der App hochhalten. Das Motto der neuen Webprofile ist also „nur gucken“.

Klaus Eck schreibt bzw mutmaßt:

Künftig kann ich mich in Instagram-Welt auch am Rechner frei bewegen, über Tags neue Bilderwelten entdecken und jederzeit die Bilder anderer Nutzer kommentieren oder liken. Dadurch wird der Bilderdienst auch für Unternehmen interessanter, die sich über ihre Bilder selbst inszenieren wollen. 

(mit verlaub) Ohne dass er das neue Profil selbst schon hat, und anscheinend ohne sich eines der schon freigeschalteten angesehen zu haben. Kommentieren und liken, ja das geht. Das ging aber auch vorher schon, als man am Browser auf den Bildlink klickte und nur das einzelne Bild bekam. „über Tags neue Bilderwelten entdecken“ nein das geht nicht. Dafür braucht man weiterhin Drittanwendungen wie Statigr.am oder Webstagram oder eben die App auf dem Handy. Genauso fehlt eine Suche, die Streamansicht wie man sie vom Handy und den Drittanwendungen kennt, klickbare Tags und Usernamen/-fotos, Sharingfunktionen etc…
Und auch die Behauptung dass der Bilderdienst nun für Unternehmen interessanter wird finde ich mutig. da der Aufwand Instagram richtig zu betreiben immer noch extrem hoch ist und ohne richtige Weboberfläche bei der man auch Fotos hochladen etc kann wird es nicht interessanter für Unternehmen da die Usability zu schlecht ist.

Alles in allem ist die Entwicklung trotzdem erfreulich und vielleicht schafft es Instagram zu überleben, im Gegensatz zu PicPlz und Lightbox. Und vielleicht haben die Instagram Mitarbeiter nun wieder mehr Zeit um den Spam zu bekämpfen der in letzter Zeit exorbitant zugenommen hat. Das wäre nämlich auch ein Punkt der Instagram für Unternehmen attraktiver macht 😉

verbreite die Botschaft:

Facebook Twitter Plusone Linkedin Pinterest Stumbleupon Email

About Frederik Proß

Ich lebe die Online-Kommunikation, bin Digital-Native und Early Adopter und weiß deshalb immer, was der nächste Trend in Sachen Kommunikation und Marketing ist. Ich probiere so gut wie alles aus, was nicht bedeutet dass ich auch jedem Trend hinterherrenne, denn Nachhaltigkeit ist sinnvoller als die Kurzlebigkeit mancher neuen Tools.
This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a reply